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Mechanische und chemische Vorbehandlung

 
Industrieabwässer unterliegen in ihren Charakteristika starken Schwankungen im Tagesverlauf, in der Menge, im ph-Wert, organische Belastung, Temperatur und vielen weiteren Kennzahlen. Ziel der Vorbehandlung ist es, den Stoff für den weiteren Prozess sicher und verwertbar zu machen.

Misch- und Ausgleichsysteme

Speziell Industrieabwässer unterliegen in ihren Charakteristika starken Schwankungen im Tagesverlauf. Durch u.a. produktionsabhängige Spülvorgänge kann es zu signifikanten Änderungen der Menge, des pH-Werts, der Temperatur und der organischen Belastung des Abwassers, über den Tag verteilt, kommen. Zur Abfederung dieser Extremwerte, werden die Abwässer zunächst in Misch- und Ausgleichsbecken gesammelt und durch aktives Belüften oder Rühren, vergleichmäßigt. Eine notwendige Erwärmung des Abwassers mittels Dampflanzen für darauffolgende Prozessschritte ist zudem möglich.

Einstellung des pH-Wertes

Die Spülwässer der Produktionsanlagen variieren stark in ihrem pH und müssen während der Abwasseraufbereitung einen neutralen Bereich erreichen, um entweder in das öffentliche Netz eingeleitet werden zu dürfen oder um die nachfolgenden biologischen Prozesse nicht negativ zu beeinflussen. Zur pH-Wert Einstellung werden Säure- und Lauge- Dosierstationen eingesetzt, die vollautomatisch die benötigte Chemikalie in den Abwasserstrom dosieren sobald sich der pH-Wert außerhalb des Optimums befindet.

Einstellung des Nährstoffverhältnisses

Anders als bei Abwässern kommunaler Herkunft, kommt es bei Industrieabwässern zu einer ungünstigen Ratio der Abwasserinhaltsstoffe.  Wird diese Ratio nicht erreicht kommt es zu keinem adäquaten Aufbau von biologischer Biomasse im System und somit zu einer unvollständigen Reinigung des Abwassers. Um dieses Verhältnis ins Optimum zu verschieben, werden dem Abwasser über Dosierstationen automatisch Chemikalien in Form von Nährstofflösungen zudosiert, um die gewünschten Reinigungsziele sicher erreichen zu können. Spezielle Nährstofflösungen für den optimalen Betrieb von anaeroben Pellet-Schlammverfahren und aeroben biologischen Aufbereitungsverfahren können direkt und unkompliziert im Ersatzteilshop der Firma CUSS bezogen werden.

Feststoff- und Sandentfernung; Ölabscheider

Der Austrag von abrasiven Feststoffen geschieht als erster Prozessschritt einer Kläranlage, um die Maschinentechnik vor erhöhtem Verschleiß zu schützen. Die Entfernung von Fetten und Ölen dient wiederum der Verhinderung von ungewollten An- und Ablagerungen in Tanks und Maschinen sowie der Verstopfung von Rohrleitungen.

Einfache physikalische Verfahren, wie die Phasentrennung aufgrund von Dichteunterschieden in Ölabscheidern und die Sedimentation in (belüfteten) Sandabscheidern, tragen zur Prozessstabilität und zu einem geringeren Wartungsaufwand der Anlage bei. 

Zudem werden suspendierte Abwasserinhaltsstoffe zusätzlich in Grob-, Mittel- oder Feinsieben, Hydrozyklonen oder Rechenanlagen aus dem Wasser entfernt, entwässert und entsorgt, da diese vor allem in hohen Konzentrationen in anaeroben Behandlungsschritten zu einer Beeinträchtigung der Funktionsweise des Prozesses führen können.

Flotation

Vor allem Abwässer aus der öl- und fettverarbeitende Industrie wie auch aus Molkereien und Käsereien enthalten Fette und Öle in Konzentrationen, bei denen herkömmliche Fettabscheider an ihre Grenzen kommen. Der Einsatz von Flotationsanlagen (engl. DAF – dissolved air flotation) ist in diesen Fällen sinnvoll, um die hohen organischen Frachten aus den Abwässern zu entfernen, um die nachfolgende (an-)aerobe biologische Stufe zu entlasten. Die Funktion der DAF ist auf die Druckentspannung von luftgesättigtem Abwasser zurückzuführen. Es bilden sich kleine Mikroblasen in der Flotationsanlage, welche an den in Suspension befindlichen Abwasserinhaltsstoffe anhaften, somit die Dichte der Teilchen verringern, und an die Wasseroberfläche treiben. Dort bildet sich ein „Teppich“ aus Feststoffen, welcher über einen Räumer in einen Schlammtank zur weiteren Behandlung ausgetragen wird. Bessere Trennergebnisse in der Flotationsanlage können durch Zudosierung von Flockungsmitteln (wie Eisensalzen) und Flockungshilfsmitteln (Polymere) erzielt werden.