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InBev Nikolaev

Errichtung einer neuen Abwasseraufbereitungsanlage zur kompletten biologischen Behandlung von Brauereiabwässern in der Ukraine mit einem mehrstufigen anaeroben-aeroben Konzept. Durch die Nutzung sekundärer Energiequellen wurde ein wirtschaftlich ergiebiges Verfahren realisiert.

Die Errichtung der Anlage wurde als schlüsselfertiges Projekt durchgeführt. Dadurch waren die Projektierung, die Lieferung, die Genehmigung, die Bauüberwachung, die Montage und die Inbetriebnahme bis zur endgültigen Abnahme der gesamten Kläranlage und der Anschlussleitungen an das bestehende System im Zuständigkeitsbereich der Firma CUSS. Das Projekt wurde erfolgreich in enger Zusammenarbeit mit einem ukrainischem Projektbüro und Montagefirma im Jahr 2012 vollendet.

ABInBev

ZAHLEN – DATEN – FAKTEN:

• Ort: Nikolaev, Ukraine

• Hydraulische Anlagenleistung: 4 950 m³/d

• Organische Belastung: 19 000 kg/d (CSB)

• Baujahr: 2011/2012

Die Aufgabenstellung für die CUSS

Die Aufgabe der Abwasseraufbereitungsanlage war das gesamte Produktionsabwasser der Brauerei Nikolaev mit einem hohen Wirkungsgrad zu reinigen damit die strengen örtlichen Abwasserbestimmungen eingehalten werden und das Abwasser schließlich in die städtische Kanalisation eingeleitet werden konnte. Weitere Anforderungen waren eine kompakte Bauweise und eine energiesparende und nach dem Stand der Technik konzipierte Verfahrenstechnik.

Für den anaerobe Aufbereitungsprozess wurde ein kontinuierlich durchmischter Reaktor ausgewählt, auch bekannt unter CSTR (Continuous Stirred Tank Reactor). Diese Technologie ist sehr vorteilhaft bei sich häufig ändernden Abwasserinhaltsstoffen in Hinblick auf Stromverbrauch und Prozesssicherheit. Im Vergleich mit anderen anaeroben Reaktoren ist das CSTR Verfahren unempfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen. Es wird außerdem kein Pelletschlamm benötigt, sondern lediglich Flockenschlamm, welcher in der Ukraine leichter zu finden ist.

Eine Voraussetzung seitens Kunden war die Energierückgewinnung aus dem in CSTR-Reaktor produziertem Biogas, um damit das Wasser auf ca. 30° C zu erwärmen. So wurden die Kosten für die Wasseraufheizung reduziert und gleichzeitig eine umweltfreundliche und moderne Abwasserbehandlung gewährt. Es ist mit Hilfe eines Warmwasserkessels erfolgt, wo das kontinuierlich produzierte Biogas verbrannt wurde, und dadurch erzeugtes heißes Wasser mittels eines Wärmetauschers das kalte Abwasser erwärmt hat.

Die aerobe Nachbehandlung erfolgt in einem Belebungsbecken mit nachgeschalteten Lamella-Separatoren für die Schlammabtrennung. Bei dieser Stufe werden sowohl die organischen Verschmutzungen als auch die Stickstoffhaltige Inhaltsstoffe mit Hilfe der Sauerstoffzugabe weitgehend abgebaut und die geforderte Ablaufgrenzwerte erreicht. Ein Teil des gereinigten Abwassers wird als Brauchwasser wieder verwendet. Dieser Teilstrom wird aus einem Speichertank entnommen und weitergehend aufbereitet, sodass dieses Wasser für interne Prozesse genutzt werden konnte wie z.B. Reinigungsarbeiten, Herstellung von Lösungen, die für den Prozess benötigt werden und andere Zwecke.

Die Reaktoren und Stapeltanks sind aus hochwertigen emaillierten Stahlplatten gefertigt. Diese werden abgedichtet und verschraubt, sodass nach einer Montage durch spezialisiertes Personal ein langlebiger und absolut dichter Prozesstank entstand.

Um eine optimale Kommunikation mit den Kunden zu realisieren und ebenfalls die lokalen Anforderungen jeweils zu berücksichtigen, wurden auch bei diesem Projekt während der Inbetriebnahme und Schulung lokale Fachkräfte eingesetzt.

 

ABWASSERINHALTSSTOFFE:

 

 

 

 

 

 

VERFAHRENSSCHRITTE: