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Membrantechnologie

MBR (Membran Bioreaktor)

Platzprobleme, gesteigerte Ablaufgrenzwerte, unternehmerische Nachhaltigkeitsziele oder der Wunsch der Abwasserwiederverwendung für Bewässerungsanlagen und die damit einhergehende Schonung natürlicher Ressourcen sind Gründe für den Einsatz von Membranbioreaktoren in Kläranlagen.

Das gereinigte Abwasser aus dem Belebungsbecken der Kläranlage wird über in Becken verbauten Membranen von jeglichen Feststoffen getrennt. Abhängig von der gewünschten Klarwasserqualität kann die Porengröße der Membranen gewählt werden. Desto feiner die Membran desto höher die Qualität. Hierbei ist es möglich Partikel mit einer Größe von wenigen Nanometern aus dem Wasser zu entfernen. Bei einer Nanofiltration oder einer Umkehrosmose kann Klarwasser bis zur Trinkwasserqualität aufbereitet werden.

Ein weiterer Vorteil des MBR Verfahrens ist die Möglichkeit das Belebungsbecken mit 2bis 3-mal so hohen Belebtschlamm-Konzentrationen im Vergleich zu konventionellen Belebtschlamm-Verfahren ohne Membrantechnologie zu betreiben. Hierdurch erhöht sich die Reinigungskapazität der Becken erheblich, was in einer Verkleinerung der Becken und einer damit einhergehenden Schmälerung des Platzbedarfs resultiert. Perfekt für Standorte, an denen jeder Quadratmeter freie Fläche kostbar ist.

Ideal für unsere Kunden die hohen Ansprüche an die Ablaufqualität bei simultaner Minimierung des Platzbedarfs haben.

 

MBBR (Moving Bed Biofilm Reactor)

Beim MBBR-Verfahren haftet die belebte Biomasse an sich im Bioreaktor befindenden Aufwuchskörper aus Kunststoff. Eine hohe spezifische Oberfläche der Kunststoffkörper zwischen 300 und 5500 m²/m³ erlaubt eine hohe aktive Biomassendichte und damit einhergehend verkleinerte Beckenvolumina. Die Kunststoffkörper werden für einen optimalen Kontakt von Biomasse und Substrat anhand von Belüftern oder Rührwerken in Schwebe gehalten. Eine gezielte Stickstoffelimination ist aufgrund des hohen Schlammalters möglich. Entstehender Überschussschlamm verlässt in suspendierter Form die Bioreaktoren und wird durch Lamellenscheider, Flotationsanlagen oder konventionellen Nachklärbecken vom Abwasser abgetrennt.

Weitere Vorteile des MBBRs sind eine robuste biologische Biozönose die gut pH-, Temperatur- und organische Belastungsschwankungen standhält als auch ein vermindertes Schlammwachstum, welches zu geringeren Entsorgungskosten des Überschussschlammes führt.

Das MBBR Verfahren eignet sich ebenfalls sehr gut für die Nachrüstung von Bestandskläranlagen. Durch Zugabe von Aufwuchskörpern in das Belebtschlammbecken kann entweder die Ablaufqualität verbessert werden oder die Behandlungskapazität der Bestandskläranlage erweitert werden.

 

Rotationsscheibentauchkörper Reaktor (RSR)

Bei einem Rotationsscheibentauchkörper Reaktor wird, wie beim MBBR, ein auf Aufwuchskörpern wachsender Biofilm zur Abwasserklärung verwendet. Der Biofilm befindet sich auf großen horizontal fixierten Scheiben, die zu circa 1/3 im Abwasser versenkt sind. Durch eine langsame Rotation dieser Scheiben wird der Biofilm regelmäßig aus dem Abwasser gehoben und anschließend wieder eingetaucht. Durch den Kontakt zwischen Luft und Biofilm muss das Abwasser nicht zusätzlich belüftet werden, um aerobe Prozesse zu stimulieren. Hierdurch sind der Energieverbrauch und die Betriebskosten eines RSR gering. Da jedoch eine große Biofilmoberfläche gewährleistet werden muss, eignet sich ein RSR vor allem für geringere Abwassermengen.

 

Tropfkörperreaktor

Bei einem Tropfkörperreaktor wird wie beim MBBR ein auf Aufwuchskörpern wachsender Biofilm (oft Lavaschlacke oder Kunststoffkörper) zur Abwasserklärung verwenden. Im Gegensatz zum MBBR sind die Aufwuchskörper jedoch nicht in das Abwasser eingetaucht, sondern wird das Abwasser über ein Bett aus Tropfkörpern gesprenkelt. Das Abwasser sickert langsam zum Boden des Reaktors und wird dort abgezogen. Durch den Kontakt mit der Umgebungsluft muss ein Tropfkörperreaktor nicht zusätzlich belüftet werden und werden Kosten gespart. Nachteile sind ein großer Platzbedarf und vergleichsweise hohe Investitionskosten.